
So schnell vergehen vier Wochen … Die Abfahrt fiel uns schwer. Zum Glück war das Wetter nicht mehr all zu gut, als wir Island verließen. Die Überfahrt zu den Färöern war nicht ganz so ruhig wie auf der Hintour. Gegen 2:00 Uhr morgens mussten wir unsere Kabine verlassen. Es ist verpflichtend, einen Schlafplatz auf der Fähre zu buchen, auch wenn man keine ganze Nacht an Bord ist.
Die Luft kam uns im Süden wärmer vor und wir haben nun wieder eine dunkle(re) Nacht. Um 3:00 Uhr landeten wir pünktlich in Tórshavn, durften rückwärts von der Fähre fahren, um dann mit allen anderen Campern im 1,5 km entfernte Zeltplatz um die knappen Stellplätze zu konkurrieren.

Irgendwie kam doch jedes Fahrzeug unter. Da der Wetterbericht nur Regen und Wind für unseren ersten Tag auf den Färöern versprach, schliefen wir aus und nutzten eine regenärmer Zeit für einen Stadtbummel. Die Farben der bunten Häuschen kamen im Regengrau noch nicht so richtig zur Geltung.

Wir waren am Fiskerplaatsen, wo früher der Fang verarbeitet wurde und an der alten Festung Skansin.
Die Altstadt Reyn ist bewohnt und das Regierungsviertel, einschließlich des Arbeitsplatzes des Ministerpräsidenten, liegt ebenfalls im alten Teil Tinganes. Die Gassen sind so eng, dass sich die wunderbaren alten Holzhäuser kaum fotografieren ließen.
Jens fand zielsicher wieder ein Renovierungsprojekt, das seine Fantasie weckte.

Nach einer kurzen Pause zum Trocknen im Kaffihúsið ging es auf den alten Friedhof von Tórshavn. Die Färöer Inseln sind ebenfalls recht baumlos, aber hier gibt es noch viele große und alte Exemplare. Der Friedhof wird nicht mehr für Begräbnisse genutzt und ist heute eher ein Park.
Zu Jens‘ großem Entsetzen ist die berühmte Hotdogbude in der Innenstadt momentan nicht in Betrieb. Wir mussten uns also selbst verpflegen. Morgen soll die Sonne scheinen und wir gehen auf unsere erste Wanderung.






