
Wolkenloser Himmel, ein lauer Wind und eine Wettervoraussage, dass es den ganzen Tag so bleiben sollte. Wir kauften die notwendigsten Lebensmittel ein und starteten unsere Wanderung nach Kirkjubøur. Der Weg war gut markiert mit Cairns, den Steinhaufen, die man kaum übersehen kann.

Wir genossen die Sicht auf die vielen kleinen Inseln aus denen die Färöer bestehen.

Kirkjubøur ist mit der geschichtsträchtigste Ort der Inseln. Hier kann man die Überreste eines Bischofssitzes aus dem 12. Jahrhundert besichtigen. Das mittlerweile sehr verschlafene aber charmante Örtchen war damals das Kirchen- und Kulturzentrum der Färöer.

Die Magnuskathedrale hatte eine beeindruckende Größe für die damalige Zeit. Mit der Reformation kam der Niedergang des Bischofssitzes und die Kathedrale verfiel. Das Holzhaus daneben ist der Königsbauernhof. Leider kann man ihn nicht mehr besichtigen. Es ist das älteste Holzhaus Europas, das heute noch bewohnt wird. Seit dem 16. Jahrhundert befindet es sich im Besitz der gleichen Familie, die nun wohl entschieden hat, dass sie keine Teile des Hauses mehr für Besuchende öffnet. Im aktuellsten Reiseführer wird das Museum noch beschrieben.

Die Olavskirche oder auch Pfarrkirche wurde ursprünglich 1111 erbaut und hat etliche Änderungen erfahren. Da das Meer viel Strand im Laufe der Jahre abgetragen hat, musste die Kirche mit einer massiven Stützmauer davor bewahrt werden, ebenfalls ins Meer zu fallen. So ist es zwei Friedhöfen ergangen, die es hier gab.
Wir genossen die Sonne und vermissten nur ein Café zum Einkehren. Wer die Runde wandert, sollte sich mit genug Proviant eindecken. Unsere Rücksäcke sind nie ganz leer, so dass wir uns verpflegen konnten.

Es hätte die Möglichkeit gegeben, mit einem Bus nach Tórshavn zurückzukehren, wir entschieden uns für den Weg zu Fuß.

Den Abend verbringen wir in Haldarsvik. Der Stellplatz ist nichts besonderes, dafür ist der Platzwart umso netter und bemüht, dass wir uns wohlfühlen. Das Örtchen liegt wie Tórshavn auch auf der Insel Streymoy – nur ganz im Norden. Es wird morgen der Ausgangs- und Endpunkt für die nächste Wanderung sein. Die Lage am Fjord an einer Sackgasse ist auf jeden Fall spektakulär.


